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Warum du nicht schneller schreiben kannst, als du schreibst

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Wenn ich versuchen würde, meinen Schreibprozess zu beschreiben, dann würde ich sagen: Ich taste mich vorwärts. Ich beginne irgendwo und gehe dann langsam Schritt für Schritt weiter.

Ist das eine Methode?

Ja, ist es. Meine. Und ich glaube, dass sie für viele Schreibende ganz ähnlich funktioniert.

Zu Beginn jedes Textes steht für mich eine Figur, ich treffe sie, so ähnlich wie die Menschen in meinem realen Leben, per Zufall. Beim Bäcker, im Chor, auf der Straße.

Über meine Figuren weiß ich anfangs oft nicht viel, aber wir kommen irgendwie ins Gespräch. Und dann erlauben sie mir nach und nach, ihre Welt kennen zu lernen. Sie nehmen mich mit auf ihre Arbeit. Nach Hause. Zu ihren Freunden. Und so nach und nach lerne ich sie kennen, ihre Ängste und Sorgen, ihr Heimweh und ihre Verlorenheit. Und ihre individuelle Schönheit. Weiterlesen

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Ich will wie Nils Frahm nur mit Sprache sein

 

Es gibt Menschen, die Klavier spielen. Und dann gibt es Nils Frahm. Der mit zwei Klobürsten auf den Saiten eines offenen Flügels trommelt und dabei ganz erstaunliche Klänge hervorbringt. Der sein Instrument nach allen Regeln der Kunst bearbeitet, 15 Minunten lang, unter größtem Technik- und Körpereinsatz, bis ihm der Schweiß von der Stirn auf die Tasten tropft.

Ich könnte ihm stundenlang zusehen! Weiterlesen

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Du kannst nicht nicht-kreativ sein

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Ich denke gerade darüber nach, was das eigentlich ist: Kreativität. Und dass es manchmal so scheint, als wäre das eine Sache, die nur wenigen, besonders genialen Menschen vorbehalten ist. Den Künstlern, Bastlern, Tüftlern und Denkern.

Was für ein Unsinn. Denn kreativ zu sein, bedeutet schlicht und einfach schöpferisch zu sein. Etwas hervorzubringen, was bis gerade eben noch nicht in der Welt war. Und das kann manchmal ganz schön unspektakulär und banal aussehen. Weiterlesen

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Was ich von einer Japanerin übers Schreibtisch-Aufräumen gelernt habe

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Ich hab ja ein bisschen gelacht, als ich dieses Buch bei einer Freundin gesehen habe: „Magic Cleaning. Wie richtiges Aufräumen ihr Leben verändert“. Ernsthaft? Ist es schon so weit mit unserem Perfektionswahn, dass wir sogar eine Anleitung zum Aufräumen brauchen? Kann man denn da so viel falsch machen?

Wie das aber oft so ist, mit meiner reflexhaften Abwehr – irgendwie war ich dann doch neugierig. Vor allem weil jene Freundin so begeistert war. Und weil die japanische Autorin namens Marie Kondo ein echter Aufräum-Junkie ist. Sie behauptet doch glatt, sie hätte bereits im zarten Alter von fünf Jahren Wohn- und Einrichtungsmagazine studiert und mit 15 ihre große Leidenschaft fürs Aufräumen entdeckt.

Freakig? Aber ja. Und ich steh drauf.

Ich hab also meinen Schreibtisch aufgeräumt. Weiterlesen

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Nach der Party… zurück an den Schreibtisch

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Mein Gott, was hab ich mich gefeiert.

Am Freitagabend habe ich den Walter-Serner-Preis 2016 entgegen genommen. Und es war ein fetter Abend, genau so, wie ich ihn mir erträumt hatte. Tanja Dückers hat die Laudatio gehalten, ich bekam Urkunde und Scheck überreicht und im Publikum saßen lauter tolle Lieblingsmenschen. (Hier könnt ihr den Abend nachhören). Weiterlesen